Karlsruhe
27.07.2017 | Wirtschaft |

Karlsruher Trinkwasser: Natürlich gut

Karlsruher Trinkwasser ist ein echtes Naturprodukt: Filterung und Mineralisierung erledigen die Kies- und Sandschichten der Oberrheinebene. Die Stadtwerke Karlsruhe gewinnen das Wasser aus Tiefbrunnen in den Wäldern rund um die Fächerstadt. Deshalb hat das Trinkwasser eine sehr hohe Qualität. Um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten, beproben die Experten der Stadtwerke viele Stellen im gesamten Netzgebiet regelmäßig. Die überwachten Parameter kann man tagesaktuell sowie als Jahresmittel im Internet auf der Stadtwerke-Seite im Bereich Trinkwasser abrufen.

Wasserhärte

Die Stadtwerke Karlsruhe versorgen die Bevölkerung mit einem harten Trinkwasser. Wollten die Stadtwerke als Wasserversorger daran etwas ändern, dann müssten sie es enthärten. Es sind vor allem drei Gründe die ausschlaggebend sind, eine zentrale Enthärtung des Karlsruher Trinkwassers weiterhin nicht vorzusehen:
Die Stadtwerke können ihren Kunden ein natürlich reines Grundwasser zur Verfügung stellen, bei dem lediglich durch Belüftung und Filtration Eisen und Mangan zu entfernen ist. Eine Enthärtung stellt immer ein technisches Verfahren dar, bei dem die natürliche Qualität des Trinkwassers verändert wird. In seiner Eigenschaft als qualitativ sehr hochwertiges Lebensmittel besteht keine Notwendigkeit zur Enthärtung des Trinkwassers, da es den Calcium- und Magnesium-Bedarf der Konsumenten sogar sinnvoll ergänzt.
Die Trinkwasserversorgung von Karlsruhe erfolgt aus vier Wasserwerken. Im Falle einer zentralen Enthärtung müsste diese aus technischen Gründen in allen Werken erfolgen. Die Enthärtung würde einen ständigen An- und Abtransport erheblicher Mengen an Chemikalien sowie Enthärtungsrückständen in den Werken, die alle in Waldgebieten liegen, erfordern. Bei der Umkehrosmose fallen deutliche Mengen an Abwasser an, da die entfernten Wasserinhaltsstoffe abgeleitet werden müssen. Welches Enthärtungsverfahren man wählt, hängt vor allem vom jeweiligen Standort ab.
Eine Enthärtung ist auch immer mit erheblichen Kosten wie zum Beispiel Investitionen in den Bau der Enthärtungsanlage sowie laufende Betriebskosten verbunden. Aktuell können wir unsere Wasserwerke betreiben, ohne dass Mitarbeiter vor Ort sein müssen. Bei einer zentralen Enthärtung wäre dies anders, was weitere Kosten verursacht. Die höheren Kosten müssten über den Wasserpreis an die Kunden weitergegeben werden, auch an die, die keine Enthärtung wünschen.
 

Nitrat

Erhöhte Nitratgehalte im Grundwasser sind in den meisten Fällen auf eine zu hohe Stickstoffbelastung durch die Düngung von Feldern zurückzuführen. Der Grenzwert für Nitrat nach der Trinkwasserverordnung liegt bei 50 mg/l (Milligramm pro Liter). Mit einem Jahresmittelwert von 3,3 mg/l unterschreitet das Karlsruher Trinkwasser diesen Grenzwert deutlich und hat das Prädikat „für Zubereitung von Babynahrung geeignet“.
 

Chlor

Das Grundwasser, aus dem das Karlsruher Trinkwasser gewonnen wird, ist mikrobiologisch einwandfrei. Deshalb muss es nicht desinfiziert werden.
 

Blei

Kein Problem: Trinkwasserleitungen aus Blei sind in Karlsruhe seit 1909 verboten.
 

Schadstoffe

Das Karlsruher Trinkwasser wird auch regelmäßig auf per- und polyfluorierte Verbindungen (PFC) untersucht. Dabei wird das Trinkwasser auf 19 verschiedene Einzelsubstanzen getestet. Bei den aktuellen Untersuchungen wurden keine PFC im Karlsruher Trinkwasser nachgewiesen. Arzneimittelrückstände, Röntgenkontrastmittel, endokrin wirksame Stoffe sind im Karlsruher Trinkwasser nicht nachweisbar. Ebenso wenig sind Pflanzenschutzmittel und deren relevante Metabolite, insbesondere auch Glyphosat, das immer wieder in den Medien ist, nachweisbar.
Weitere Infos zum Thema Trinkwasser gibt es im Internet unter
www.stadtwerke-karlsruhe.de
oder im Kundencenter, Kaiserstraße 182, Telefon 599-2121

 

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